Wenig neues

Die letzten Tage war ich extrem faul und das tut mir auch Leid, aber es ist tatsächlich auch nichts aufregendes passiert – aber fangen wir von vorne an.

In meinem letzten Beitrag schrieb ich ja das ich in Oulu unterwegs war, Oulu ist die inoffizielle Hauptstadt Nordfinnlands und unterscheidet sich sehr von den anderen Städten die ich bisher in Finnland so gesehen habe.

Langweiligste Stadt Finnlands

Ihr fragt Euch wie? Nun ja langweilig wäre untertrieben. Die Stadt ist absolut hässlich und hat nichts mit dem Charme der anderen schönen finnischen Städte gemein. Allein schon das mir mein Airbnb-Host* ein Einkaufszentrum als Sehenswürdigkeit empfahl sagt ja schon alles über diese Stadt aus. Oulu kann man vergessen, solltet Ihr also jemals in dieses Land kommen, könnt Ihr guten Gewissens diese Stadt meiden.

Naja in Oulu angekommen machte ich mich also erstmal auf den Weg zum Einkaufszentrum um ein bisschen die Zeit totzuschlagen, denn mein Airbnb-Host* sagte mir das sie noch ca. bis 14 Uhr brauchen würde um alles herzurichten.

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Der Schlafbereich war einfach Traumhaft

Als ich vor dem Wohnhaus ankam bekam ich erstmal einen Schock. Ich stand vor einem Hochhaus welches in einer Gegend stand die ich bestenfalls als Ghetto beschreiben würde. In der Wohnung angekommen blieb mir aber die Sprache weg. So eine schöne Unterkunft hatte ich in so einem Haus nicht erwartet. Maria – so heißt die junge Dame die mir dieses Apartment zur Verfügung gestellt hat, hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Es war alles da was man brauchte und selbst gratis Kaffee gab es.  Ich fühlte mich sofort heimisch und wollte gar nicht mehr raus.

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So lässt es sich wunderbar arbeiten 🙂

Eine Menge Verluste

Nachdem ich mich „eingerichtet“ hatte blieb mir aber trotzdem nichts anderes übrig als das Haus nochmal zu verlassen und zum nächstgelegenen Supermarkt zu laufen – ja laufen denn mit dem ÖPNV hier dauert es mindestens genau so lange wie zu Fuß – geil oder? Und was soll ich sagen? Ich bin kein Freund von Discountern – in Frankfurt gehe ich immer zum REWE. Aber da hier in Finnland absolute Mondpreise verlangt werden, war ich über den Lidl hier ganz froh. Denn da waren die Preise annährend so wie in Deutschland und ich konnte mich für zwei Tage ganz gut eindecken und das für nur 11€

Am nächsten Tag viel mir auf das ich anscheinend zwei Paar meiner Wintersocken verloren habe, gut in Oulu hab ich sie nicht wirklich gebraucht ich konnte mir aber auch nicht erklären wo sie abgeblieben sein könnten. Lange Rede gar kein Sinn – neue mussten her. Also ab zum vorhin erwähnten Einkaufszentrum. Dort fand ich exakt die selben Socken die ich auch in Frankfurt gekauft hatte allerdings waren sie hier 7€ teurer und kosteten statt 10€ ganze 17€ zum Glück gab es eine Rabattaktion von 30% und ich kam verhältnismäßig günstig weg. Ich dachte mir – wenn ich schon mal hier bin kann ich auch gleich nach einem neuen Nackenkissen schauen da ich mein altes ja auf der Fähre nach Talinn verloren hatte, das sollte ich bereuen – aber dazu später mehr.

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Das „Wahrzeichen“ Oulus – das Einkaufszentrum Valkea

Ich fand auch prompt eins und nahm es mit, es war auch so langsam Zeit zum Bahnhof aufzubrechen denn mein Zug zurück nach Kemi (dort wartete der nächste Airbnb-Host* auf mich) sollte in einer halben Stunde abfahren. Der Zug kam pünktlich und war zu meinem Erstaunen menschenleer, ich nahm also Platz und hoffte das ich nicht immer wieder den Platz wechseln musste so wie das letzte mal.

Die finnische Eisenbahngesellschaft hält es anscheinend für unnötig die Fahrgäste darauf hinzuweisen das gewisse Plätze reserviert sind.

An dieser Stelle muss ich für die DB eine Lanze brechen, die machen das nämlich super. Du siehst im ICE immer welcher Platz für welche Strecke reserviert ist – hier in Finnland nicht. Und natürlich – wie sollte es anders sein, kaum hatte ich mich gemütlich hingesetzt und mein Gepäck deponiert kamen auch schon die ersten Fahrgäste und ich wurde prompt von meinem Platz verscheucht. Da ich diesen Zirkus nicht mehr länger mitmachen wollte stellte ich mich kurzerhand in den Gang und wartete bis alle Fahrgäste ihre Plätze eingenommen haben. Und der Zug wurde propevoll, bedeutete für mich ich musste die ganze Fahrt über im Gang stehen und das waren immerhin 58 Minuten. Als die Zugbegleiterin meine Fahrkarte kontrollieren wollte, fragte ich sie wieso die VR glaubt das man die Fahrgäste nicht darauf hinweisen sollte das Sitze reserviert sind. Sie antwortete mir das man das doch im Internet sehen könne und das sowieso jeder der den Zug betritt eine Reservierung hat und somit auch weiß wo man Platz nehmen kann und wo nicht. Diese Antwort stellte mich absolut nicht zufrieden, aber sei`s drum – es war sowieso meine letzte Zugfahrt in Finnland. Ab jetzt gibt es nur noch Busverbindungen.

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Mein Gangplatz

In Kemi angekommen – die letzten 15 Minuten hatte ich dann doch noch einen Sitzplatz (juhuu) erwartete mich schon mein neuer Airbnb-Host* Marko, ein lustiger Zeitgenosse der mich und zwei andere Gäste seines Hauses mit dem Wohnmobil abholte. So etwas hatte ich auch noch nicht erlebt, war mal ne coole Abwechslung.

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Coolster Pick-up ever

Im Haus angekommen begrüßte mich ein etwas älterer Mann Namens Jarmo der nur ganz gebrochen Englisch sprach, weshalb wir unsere Kommunikation auf ein Minimum beschränkten. Ich bekam ein kleines Zimmer welches aber für mich absolut ausreichend war – da alles vorhanden war was ich brauchte. Später am Abend kam ein Pärchen in das Zimmer neben meinem, mit Eric – so heißt der junge Mann verstand ich mich auf anhieb und da er am nächsten Tag in die selbe Richtung wie ich wollte haben wir uns entschlossen zusammen loszuziehen.

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Klein aber fein

Am nächsten Morgen sind wir dann auch schon sehr früh los, da die zwei Mädels den frühen Zug nach Rovaniemi nehmen wollten. Eric und ich hätten dann noch drei Stunden auf unseren Bus nach Tornio – an die finnisch/schwedische Grenze warten müssen. Doch dann bot uns Marko an uns bis dahin mitzunehmen – gratis! Dieses Angebot nahmen wir natürlich dankend an und waren so gegen 9 Uhr da und ich weiß nicht wie mir das passieren konnte, aber ich habe es tatsächlich geschafft schon wieder mein Nackenkissen zu verlieren – ich glaube ich habe es bei Marko im Wohnmobil vergessen.

Einzigartige Stadt

Der Ärger verflog bei mir aber ganz schnell, denn Tornio-Haparanda oder auch The Twin City zog mich sofort ihn ihren Bann. Diese Stadt ist in der Weltgeschichte absolut einzigartig. Sie liegt an der finnisch/schwedischen Grenze und somit auch in zwei Zeitzonen. Tornio auf der finnischen und Haparanda auf der schwedischen Seite.

Zwei Länder zwei verschiedene Zeitzonen aber trotzdem eine Stadt!

An der „Grenze“ wird jedes Jahr eine große Silvesterparty gefeiert der Slogan ist „Happy New Twice“ denn aufgrund der Zeitverschiebung von einer Stunde kann man hier gleich zwei mal Silvester feiern – einmal in Finnland und einmal in Schweden. Das war auch der einzige Grund weshalb ich hier herkam – das wird klasse!

Morgen berichte ich Euch dann wie das ganze abgelaufen ist und dann heißt es für mich auch schon „Auf Wiedersehen Finnland – Hallo Schweden“ wohin es dann tatsächlich geht möchte ich gerne spontan entscheiden – ich halte Euch auf jeden Fall auf dem laufenden – selbstverständlich auch auf meinem Instagramprofil, dort bekommt ihr immer alle Bilder in Echtzeit hochgeladen und seit hautnah dabei wenn etwas passiert. Also unbedingt abonnieren.

Bis dann
Euer Amar

*Wenn ihr auf diesen Link klickt erhaltet ihr einen Airbnb-Gutschein über 30€ wenn Ihr eine Buchung über mindestens 65€ abschließt. Ein super Deal wie ich finde also unbedingt vormerken für Eure nächste Reise! Auf Airbnb findet Ihr nämlich absolut tolle Unterkünfte teilweise zu Spottpreisen. Ich habe z.B für meine tolle Unterkunft bei Maria für eine Nacht 20€ bezahlt, hätte ich nun diesen Gutschein für mich verwenden können hätte ich 4 Nächte bleiben können und nur 2,5 bezahlt – das lohnt sich!

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