Enttäuschungen am laufenden Band

Hi,

ich habe hier auf dem Blog seit Silvester nichts von mir hören lassen und das hatte mehrere gute Gründe, der erste war das wirklich nichts aufregendes passiert ist in Lulea und später in Umea. Der zweite ist das ich die ganze Zeit auf Nordlichterjagd war und immer noch bin und mich Abends auf den Himmel und nicht auf meinen Laptop konzentrieren wollte.

Jetzt nachdem ich alle sogenannten Aurora-Hotspots abgeklappert habe (außer Tromso, aus Mangel an günstigen Unterkünften) habe ich wieder Zeit gefunden diesen Blog zu aktualisieren.

Das Nordlicht meidet mich

Die die mir auf Instagram folgen werden mitgekriegt haben wie ich die letzten Nächte wachgelegen habe und draußen versucht habe Nordlichter zu sehen – leider ohne Erfolg. Mein Freund Eric von dem ich Euch im letzten Blogeintrag erzählt hatte, schickte mir letztens ein Foto aus Kiruna in dem er mir stolz seine Aurorasichtung präsentierte. Ich war neidisch aber da ich sowieso da hinwollte dachte ich mir – ok die Chancen stehen also gut das ich das Nordlicht ebenfalls zu Gesicht bekomme.

Ich also nach dem nächsten Zug geschaut, Sitzplatzreservierung gebucht und nach Kiruna gefahren. Dort angekommen empfing mich mein Airbnb-Host in einem Camper sowie letztens in Kemi. War mal wieder ne ziemlich coole Sache, was ich allerdings gar nicht so cool fand war das ich für diese kurze Strecke 150kr (umgerechnet 15€) abdrücken musste, jedes Taxi wäre billiger gewesen hatte ich den Eindruck.

Ich machte mich – da ich nur diese eine Nacht bleiben wollte sofort auf die Suche nach dem besten Aurora-Spot. Ich fand einen dunklen und wolkenfreien Platz und wartete bis ca. 2 Uhr Nachts – aber nichts passierte! Entäuscht ging ich wieder zurück zur Unterkunft und legte mich schlafen, da ich am nächsten Tag um 9:30 den ersten Zug nach Narvik in Norwegen nehmen wollte.

Am nächsten Tag auf der Rückfahrt zur Station das selbe Spiel – 150kr für eine Fahrt von ca. 4 Kilometern, aber in dem Moment war mir das egal ich wollte einfach so schnell wie möglich zum Bahnhof und nach Narvik fahren dem nächsten heiß angepriesenem Aurora-Hotspot.

Und schon wieder Verspätungen

Am Bahnhof in Kiruna angekommen dann die Ernüchterung –  30 Minuten Verspätung, fürs erste. Warum? Weiß niemand! Ich also wieder Platz genommen und gewartet nach ca.  15 Minuten die nächste Durchsage – nun hatte der Zug schon eine Verspätung von 45 Minuten und das sollte nicht die letzte Meldung gewesen sein. So langsam fragte ich mich ob ich überhaupt noch rechtzeitig ankommen würde.

Der Zug fuhr am Ende mit einer Verspätung von einer Stunde in den Bahnhof ein und stand dann trotzdem noch einmal eine halbe Stunde am Bahnhof rum bis er endlich losfuhr.

Die Fahrt nach Narvik war angenehm und ich hatte – da es ja noch früh war einen tollen Ausblick genießen können. Trotzdem hatten wir unterwegs immer wieder Schwierigkeiten und mussten wieder und wieder stehen bleiben. An der schwedisch-norwegischen Grenze sogar noch länger weil die sich zwei bis drei dunkelhäutige Menschen rausgepickt haben und von oben bis unten durchkontrollierten. Diese Rassenfahndung finde ich persönlich total schrecklich und absolut nicht mehr Zeitgemäß.

Nachdem sie bei den jungen Männern aber nichts finden konnten, durften wir weiterfahren. Es war nur noch eine Station zwischen uns und dem Zielort.

Wir kamen mit ca. 2 Stunden Verspätung in Narvik an, was absolut zum Kotzen war. Zum Glück war die Unterkunft nicht allzu weit und ich machte mich mit Hilfe von Google Maps welches mich wieder ärgern wollte und mich Anfangs in die komplett falsche Richtung schickte auf den Weg.

Und mit dieser Unterkunft hatte ich wirklich Glück, es war ein kleines Haus mit zwei Stockwerken ich bekam ein Zimmer im obersten Stockwerk und konnte so ohne mir draußen den Hintern abzufrieren nach Nordlichtern Ausschau halten, was ich in der Nacht dann auch tat – doch auch hier wieder NICHTS!

Ich habe beschlossen sollte ich bis zu meiner Abreise hier keine Nordlichter zu Gesicht bekommen werde ich meinen nächsten Winterurlaub in Island verbringen und dort dann ebenfalls auf Nordlichterjagd gehen – da wollte ich sowieso schon immer mal hin.

Mehr ist nicht passiert – alle Städte die ich die letzten Tage besucht habe waren nichts besonderes die wenigen Bilder die ich gemacht habe könnt Ihr auf Instagram betrachten.

Ich sitze jetzt im Nachtzug nach Trondheim und werde Euch natürlich hier und über Instagram auf dem laufenden halten. Drückt mir bitte weiterhin die Daumen das ich doch noch Nordlichter zu Gesicht bekomme.

Bis dann
Euer Amar

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