Trondheim und Bergen – die Schönheit liegt auf dem Fjord

Hi Ihr da draußen,

ich melde mich heute aus Oslo ich bin auch mal wieder ewig unterwegs gewesen, aber daran habe ich mich hier bereits gewöhnt. Der Begriff Regionalzug wird hier ganz anders definiert als in Deutschland.

Aber Oslo soll hier gar nicht das Thema sein – jedenfalls nicht heute, schließlich bin ich vor ein paar Stunden erst angekommen und habe bis auf den Bahnhof und mein Airbnb-Zimmer nicht viel gesehen.

Ich wollte heute über Trondheim und Bergen schreiben, das sind die zwei Städte hier in Norwegen in denen ich zuletzt war.

Wer meinen letzten Beitrag verpasst hat in dem ich über meine abenteuerliche Fahrt nach Trondheim berichte der sollte hier klicken

Fangen wir mit Trondheim an, nach meiner abenteuerlichen Anreise habe ich mir am nächsten Tag die Stadt fußläufig angeschaut. bin ein wenig im Stadtzentrum rumgeschlendert und habe mich dann entschlossen in die Altstadt zu gehen. Die alten Speicherhäuser der Altstadt sind wirklich sehr schön die Straßen und Gehwege sind leider – da Kopfsteinpflaster im Winter nur schwer passierbar. Es besteht extreme Rutschgefahr.

Wunderschöne alte Brücke

Wenn man dieses Hindernis allerdings erstmal überwunden hat erwartet einen eine alte Brücke die Gamle Bybro – oder auch Old Town Bridge sie wurde 1681 erbaut und führt  von der Altstadt zur Kristianstenfestung. Welche ich aber nicht besucht habe, da die letzte Führung bereits begonnen hatte und alleine eine Festung anschauen von der man nicht die Geschichte kennt hat mich nicht sonderlich gereizt.

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Old Town Bridge in Trondheim

Wirre Hausnummernvergabe

Stattdessen bin ich weiter in der Stadt rumspaziert und habe mir – immer noch fußläufig den Rest des Areals der Innenstadt angeschaut, ein paar Fotos gemacht und bin dann wieder zurück in meine Unterkunft, da diese etwas außerhalb lag, ich 20 Minuten mit dem Bus fahren und mich erneut in dieser wirren Straße zurecht finden musste. Außerdem gab es in Trondheim für meinen Geschmack zu wenig sehenswertes, klar die Altstadt war interessant allein schon wegen den Häusern etc aber das wars dann auch schon – leider. Jedenfalls scheinen in dieser Straße in der sich meine Unterkunft befand die Hausnummern nach Lust und Laune vergeben worden zu sein auf der einen Seite hat man z.B die Nummer 20 während auf der anderen Seite die Nummer 41 zu finden ist. Es ist überhaupt keine Logik dahinter ersichtlich und deshalb habe ich ca. 10 Minuten nach der richtigen Hausnummer gesucht bis ich sie endlich wiederfand. Da ich einen Schlüssel hatte bin ich rein in’s Haus und wurde von meinem Airbnb-Host überrascht.

Nach dem Essen habe ich dann auch nicht mehr viel gemacht und bin in’s Bett, früh am Morgen sollte es mit dem Zug nach Bergen gehen, mein Airbnb-Host stellte mir in Aussicht mich evtl. zum Bahnhof zu fahren doch als ich am nächsten Morgen aufwachte, schliefen sie und ihre Tochter noch tief und fest. Also bin ich alleine los – und zwar mit dem Bus. Und wenn es eins gibt was ich absolut nicht ab kann dann ist es vollbepackt in einem vollen Bus zu sitzen – naja wenigstens saß ich, aber Ihr erinnert Euch vielleicht daran wie ich in meinem letzten Blogpost erwähnte das die Norweger sehr empathielos sind. Das merkt man im ÖPNV ganz stark, da wird geschubst gedrängelt und auf die Pelle gerückt bis zum geht nicht mehr. Obwohl ich einen Sitzplatz hatte fühlte ich mich wie in einer Sardinenbüchse. Der Bus schien auch nicht leerer zu werden und als ich am Bahnhof aussteigen wollte tat ich das was die Norweger auch immer machen – mich durchschubsen.

Sinnlose Umwege

Das hier teilweise ganz komische Strecken gefahren werden um von A nach B zu kommen hatte ich ja schonmal thematisiert und es kommt auch definitiv nichts an die sinnfreiste Zugverbindung aller Zeiten heran nämlich an die von Narvik nach Trondheim. Aber die Strecke von Trondheim nach Bergen ist auch nicht wirklich durchdacht die führt nämlich – über Oslo! Hier unten auf dem Bild könnt Ihr es sehen, es ist kein großer aber dennoch ein Umweg und genau deshalb dauert diese Fahrt auch 6,5 Stunden. Also saß ich wieder den halben Tag im Zug – ich koste meinen Interrailpass ja so richtig aus!

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Zugstrecke zwischen Trondheim und Bergen

Wir kamen pünktlich in Oslo an und ich konnte in aller Seelenruhe umsteigen – mein Zug kam aber einfach nicht! Als er gegen 16:30 endlich einfuhr hatte er schon fast 1 Stunde Verspätung – und ich hatte wieder das Problem mit der Unterkunft. Denn die Check-in Zeit war von 15 – 00 Uhr und mit dieser Verspätung hätte ich es zwar geschafft pünktlich anzukommen und in Ruhe zum Hotel zu laufen, allerdings blieb es nicht dabei.

Panik!

Nach und nach erhöhte sich die Verspätung immer mehr, weil es unterwegs immer und immer wieder zu Signalstörungen kam wodurch der Zug gezwungen war anzuhalten. Am Ende kamen wir um 23:30 Uhr an – eine ganze Stunde später als geplant und ich wollte das Risiko das mich Google Maps wieder irgendwo ins Nirvana schickt nicht eingehen und habe schweren Herzens ein Taxi genommen – und das war eine Abzocke sondergleichen. Für eine Strecke von 1,5 Kilometern berechnete mir der Fahrer stolze 170kr (also ca. 17€) obwohl der Taxameter 76kr also ca. 7,80€ anzeigte. Der Grund dafür war das die ersten 4 Kilometer immer voll berechnet werden, egal ob du 100 Meter oder die vollen 4 Kilometer gefahren wirst. Einerseits natürlich gut für die Taxifahrer andererseits fühlt es sich an wie pure Abzocke. Man stelle sich so etwas mal in Deutschland vor ich garantiere Euch das würde einen riesen Aufschrei geben.

Mir war in dem Moment aber viel wichtiger das ich pünktlich an meiner Unterkunft ankam und mein Zimmer nicht anderweitig vergeben wurde.

Café mit tollem Ausblick

Am nächsten Morgen bin ich extra früh aufgestanden um zum Hafen zu gehen, ich wollte unbedingt eine Fjordtour mitmachen, allerdings war ich trotzdem zu spät denn in den Wintermonaten gibt es nur eine einzige Tour pro Tag und die geht morgens schon um 9:30 Uhr los – also wurde es wieder nichts. Ich schaute daher nach weiteren Sehenswürdigkeiten und stieß auf eine Seilbahn die Floibanen und machte mich auf den Weg dahin, Seilbahnen finde ich persönlich ja ein wenig unheimlich aber trotzdem faszinierend, allein schon wegen dem Aufwand der ein solcher Bau mit sich bringt.

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Das Panorama der Stadt Bergen

Oben angekommen erwartete mich eine atemberaubende Aussicht, ich machte von der Aussichtsplattform aus ein paar Bilder und ging in das dort befindliche Café. Ich weiß nicht ob es an der Luft dort oben lag oder an etwas anderem aber der Kaffee und der Muffin waren unfassbar lecker.

Das beste Mittagessen seit ich in Skandinavien bin

Nach diesem kleinen Snack fuhr ich wieder runter und beschloss daraufhin den Fischmarkt zu besuchen, dieser findet aber während der Wintermonate drinnen und nicht draußen statt wodurch er viel kleiner ist als normal – wenigstens habe ich leckere Muscheln gegessen und lecker ist noch untertrieben, das war mit Abstand das beste Mittagessen seit ich hier in Skandinavien bin mmmh.

Wenn ihr mal nach Bergen kommen solltet dann besucht unbedingt das Restaurant am Fischmarkt – ihr werdet es mir danken.

Weitere Bilder vom Fischmarkt gibt es übrigens auf Instagram, wenn Ihr mir da noch nicht folgt dann holt das unbedingt nach.

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Unglaublich lecker!

Eigenartig fand ich allerdings das man hier auf der Speisekarte zwei Preise findet einmal „to go“ und einmal „hier essen“ Preise, wenn man sich entschließt im Restaurant zu essen zahlt man bis zu 15% mehr für seine Bestellung und der Grund dafür ist laut Kellnerin der Mehraufwand der dadurch entsteht – man müsse schließlich die Speisen adret auf den Teller platzieren, dem Gast das Essen servieren etc. Alles klar – hoffentlich kommt in Deutschland niemand auf so eine Idee dachte ich mir. Trinkgeld gabs trotzdem 🙂

Abschließend bleibt mir noch zu sagen das Bergen eine wirklich schöne Stadt ist und ich hätte noch stundenlang spazieren gehen können aber gegen 20 Uhr machte ich mich dann doch auf den Rückweg zum Hotel um meine Sachen zu packen und noch ein wenig zu entspannen am nächsten Tag sollte es ja schon wieder weitergehen – nach Oslo, wo ich mich jetzt befinde. Und was ich da erlebt habe das könnt Ihr dann bald hier auf diesem Blog lesen. Ich hoffe Euch hat dieser kleine Einblick gefallen wenn ja dann lasst gerne einen Kommentar oder ein Like da, über neue Follower freue ich mich auch 🙂

Bis bald
Euer Amar

 

 

3 Kommentare zu „Trondheim und Bergen – die Schönheit liegt auf dem Fjord

  1. Wow, das scheint ja eine wunderbare Reise gewesen zu sein. 🙂
    Ich muss demnächst auch mal wieder verreisen. 🙂

    Liebe Grüße aus Berlin. ♥

    XX,
    http://www.ChristinaKey.com

    Gefällt mir

  2. Christina Key 5. April 2018 — 18:07

    Wow, das scheint ja eine wunderbare Reise gewesen zu sein. 🙂
    Ich muss demnächst auch mal wieder verreisen. 🙂 🙂

    Liebe Grüße aus Berlin. ♥

    XX,
    http://www.ChristinaKey.com

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